Im Rahmen einer Rede an der Standord University erzählt Steve Jobs, der Gründer von Apple drei tiefgründige Geschichten über drei Wendepunkte in seinem Leben.
Studienabbruch und Gründung von Apple:
Steve Jobs ist ein Adoptivkind und wurde mit dem Versprechen einmal zu studieren an seine Adoptiveltern abgegeben. Er beginnt auch das Studium, stellt dann aber fest, dass die Kosten des Studiums seinem Nutzen nicht entsprechen und beschließt den geordneten Studienablauf aufzugeben und nur sporadisch Vorlesungen zu hören, die ihn auch wirklich interessieren. Darunter auch ein Kurs über Kaligraphie. Später wird dies ein Wissensbereich, der dazu führt, dass der erste Macintosh-Computer in diesem Bereich wegweisend ist.
Die Lehre die Jobs daraus zieht ist, dass sich das Zusammenspiel der "dots" im vorhinein nicht bestimmen lässt. Erst im Nachhinein erkennt man den Sinn. Daher sollte man auf sein Gefühl vertrauen und auch Dinge in Angriff nehmen, deren Sinn nicht im vorhinein erkennbar ist.
Kündigung bei Apple im Alter von 30 Jahren:
Nachdem sich Apple unter seiner Führung innerhalb von 10 Jahren zu einem erfolgreichen Großunternehmen entwickelt hatte, wurde er, der Gründer, im Alter von 30 Jahren als CEO gefeuert, da es Unstimmigkeiten bezüglich der weiteren Strategie des Unternehmens gab. Damit hatte er auf einen Schlag den Sinn seines bisherigen Lebens verloren.
Nach einigen Monaten der Trauer, stellte sich bei Jobs aber wieder Zuversicht ein. Er erkannte, dass er seinen Beruf nach wie vor liebte und dass er jetzt sogar von der schweren Bürde des "Erfolgreich-sein-müssens" befreit sei und somit ganz unbeschwert von vorne beginnen konnte. Auch wenn die Kündigung bei Apple "bittere Medizin" gewesen sei, ist Jobs heute der Überzeugung, dass dies das beste für ihn gewesen sei. Denn nur dadurch konnte er sich auf sich und seine Leidenschaft und Liebe zurückbesinnen. Beruflich wie privat. Er gründete Pixar und NEXT und lernte seine jetzige Frau kennen.
Er empfiehlt also niemals aufzuhören Erfüllung und Glück zu suchen. Wenn es gefunden sei, würde das Herz dies merken.
Krebsdiagnose: im Angesicht des Todes:
Bereits seit vielen Jahren hatte das Sprichwort: "Lebe jeden Tag so, als wäre es Dein Letzter", Bedeutung für Steve Jobs. Er fügt sogar die Ergänzung an "Eines Tages wirst Du damit Recht haben". Diese latente Erkenntnis sollte dann eines Tages für Jobs grausame und spürbare Wirklichkeit werden. Denn er erhält die Diagnose: Bauchspeicheldrüsenkrebs. Auch gehen die Ärzte zunächst von einer sehr aggressiven Form aus, bei der die Überlebenschancen verschwindend gering sind. Später allerdings stellt sich heraus, dass es sich doch um eine zwar sehr seltene, aber eben doch operable Form handelte. Seit der Operation ist Steve Jobs wieder außer unmittelbarer Lebensgefahr.
Dieses Erlebnis hat ihn zu der Erkenntnis geführt, dass unsere Zeit limitiert ist und wir diese nicht verschwenden sollten das Leben von Anderen zu leben. Vor dem Hintergrund der Endlichkeit des Lebens relativiert sich manches, aber mit dem inneren Motor ausgerüstet, der uns die richtige Richtung geben kann, können wir uns selbst verwirklichen und glücklich sein - im Moment.
Er schließt seine Rede ab mit den Worten: "Stay hungry. Stay foolish."
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